Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

Was ist der Mobile Sonderpädagogische Dienst?

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst leistet, auf Antrag der jeweils zuständigen Schule, ambulante sonderpädagogische Hilfe, für Schülerinnen und Schüler mit begrenztem sonderpädagogischen Förderbedarf, an Grund- und Mittelschulen.

  • Der Mobile Sonderpädagogische Dienst arbeitet in der allgemeinen Schule auf der Grundlage des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen. Er wird vorbeugend tätig und ist somit eine integrative Maßnahme, ohne sich jedoch als Nachhilfeunterricht zu verstehen.
  • Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten, Verhaltens- oder Sprachauffälligkeiten soll der Verbleib in der Regelschule ermöglicht werden.
  • Lehrerinnen, Lehrern und Eltern soll in Beratungsgesprächen Hilfe angeboten werden. Ohne enge Kooperation mit allen Beteiligten kann dieser Dienst nicht erfolgreich arbeiten.

Wie arbeitet der Mobile Sonderpädagogische Dienst?

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst berät Lehrkräfte und Eltern; er unterrichtet, fördert und diagnostiziert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes

  • Arbeiten zusammen mit
    • Eltern
    • Lehrern
    • weiteren Mobilen Sonderpädagogischen Diensten und Förderschulen
    • Außerschulischen Institutionen
  • Vermitteln Kontakte zu
    • Anderen Beratungsstellen
    • Außerschulischen Hilfen
    • Ärzten und Psychologen
    • Ämtern
  • Versuchen Unterstützung zu bieten bei
    • der Entwicklung des Lern-, Leistungs-, Sprach- und Sozialverhaltens
    • Schullaufbahnentscheidungen

Umfang und Dauer der Betreuung hängen vom festzustellenden sonderpädagogischen Förderbedarf ab. In der Regel sollen 3 Monate nicht überschritten werden.

Wen betreut der Mobile Sonderpädagogische Dienst?

Schülerinnen und Schüler, welche schwerwiegende Lern-, Sprach- oder Verhaltensprobleme zeigen.

Dazu zählen unter anderem

  • Arbeits- und Leistungsverweigerung
  • aggressives Verhalten
  • regressives Verhalten
  • Kontaktschwäche
  • Schulunlust und Schulangst
  • schwache Schulleistungen
  • Lese- und Rechtsschreibschwäche
  • Rechenschwäche
  • Sprech- und Sprachprobleme (nicht jedoch z. B. bedingt durch Deutsch als Fremdsprache)

Wie wenden Sie sich an den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst?

Die Schule kann den Einsatz des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes, formell beim Sonderpädagogischen Förderzentrum Lauf an der Pegnitz, beantragen.

Bevor Sie sich an den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst wenden, haben Sie sich als Klassenleitung bereits mit dem Schulleiter und dem Beratungslehrer Ihrer Schule intensiv beraten und innerschulische Möglichkeiten ausgeschöpft.

In einem Meldeformular (zu beziehen über das Förderzentrum bzw. als Download) beschreiben Sie als Klassenleitung die Problematik des Falls.

Die Schule leitet den Antrag an das Sonderpädagogische Förderzentrum weiter.

Beim ersten Gespräch in der Schule planen Sie mit dem Mobilen Sonderpädagogischen Dienst das weitere Vorgehen.

Wer arbeitet im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst?

Die MitarbeiterInnen des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes sind SonderschullehrerInnen verschiedener Fachrichtungen.